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Venedig mit dem Boot zu
erleben ist etwas ganz Besonderes. Abends kehrt man in die eigene Kabine
zurück, um vieles gemütlicher als lange Hotelflure mit unpersönlichen
Zimmern. Und dann erst die Märkte Venedigs..... italienischer geht
es nicht! Dort fühlt man sich nicht mehr ein herkömmlicher Tourist,
sondern teilt das Leben der Stadtbewohner. Man gehört dazu, und genau
da liegt der Unterschied. Schon am frühen Morgen ist vom Oberdeck
zu verfolgen, wie die Stadt erwacht. Vom Frühstückstisch lässt
sich aus den Augenwinkeln beobachten, wie Passanten ein wenig neidisch
das Hausboot bewundern, auch das ändert alles!
In Venedig gibt es zwei
Häfen für private Schiffe und Boote: San Giorgio und Sant‘Elena
beim Arsenal. Letzterer ist größer und damit sind die Chancen
höher einen Anlegeplatz zu finden. Die bessere Anlegestelle ist jedoch
San Giorgio.
An einem nebligen Abend
sahen wir bei der letzten Zigarette auf dem Oberdeck, wie plötzlich
die Lichter von San Marco erloschen. Etwas weiter entfernt davon, waren
die Kais gegenüber dem Marinemuseum trotz des Nebels noch immer beleuchtet.
Wir dachten erst es sei eine Panne, doch in Wirklichkeit war es eine Dunstwolke
auf dem Wasser, die das Licht am Markusplatz verbarg... So etwas passiert
natürlich nie im Sommer. Aber in Venedig, wo Traumgespinste und Gespenstisches
einfach dazugehören, sind seltsame Erscheinungen immer möglich. Auf dem Canale Grande zu
fahren ist ebenso verboten wie in der Innenstadt. Das ist den Vaporetti,
Motoscafi, Gondeln und Traghetti (1) vorbehalten. Hausbooten bleibt jedoch
die Rundfahrt um die Stadt und natürlich die ganze Lagune. ------------------------------ |
| Text & Fotos:
© JF Macaigne |