1 - 2 - 3 - 4 - 5

Klick auf die Fotos für weitere Bilder.

Athlone ist ein überraschendes, kleines Städtchen. Den Supermarkt, um uns mit entsprechender Verpflegung zu versorgen, mussten wir schon eine Weile suchen, da der Liegehafen von Locaboat etwas außerhalb der Stadtmitte liegt. Dort verkauften die einzigen Geschäfte, die nur annähernd so aussahen, als dass wir das Gesuchte finden würden, Möbel oder dekorative Einrichtungswaren. Es gab so viel Holz und Hölzernes, dass wir uns fragten, ob die Stadt nicht von einem Bibervolk besetzt worden sei. Schließlich fanden wir doch noch ein Einkaufszentrum mit Lebensmitteln und allem Notwendigen.

Gemütliche Restaurants finden sich alle in einem Viertel mit bunten Häusern in der Nähe des Flusses. Wer gerne italienisch isst, dem empfehle ich wärmstens das von einem Kabylen geführte „Pavarotti‘s“. Omar, Sohn eines Botschafters und ehemaliger Flugzeugmechaniker, ist ein ausgezeichneter Gastgeber, dessen preiswerte Küche göttlich zu nennen ist. Es gibt Gaststätten in der Welt, die man auf keinen Fall versäumen sollte.

Nach dem Verlassen des Lough Ree schippert man zwischen den grünen, bewaldeten Ufern des Shannon, wo sich in kleinen Feuchtauen Binsen im Wind wiegen. Manchmal erinnert ein Schild, dass hier die Entenjagd verboten ist..... Aber wer käme in dieser wunderbaren Umgebung schon auf die Idee zu schießen?

Über kurze Strecken geht die Fahrt durch einen Kanal. Hier könnte sogar Indiana Jones in seinem Element sein..... Wir sind es jedenfalls. Ein knapper Meter Wasserfläche links und rechts vom Boot, Zweige schlagen über uns zusammen, wir gleiten langsam durch einen grünen Tunnel.

Lough Forbes, Lough Bofin, Lough Eidin, Lough Key.... ein See folgt dem anderen und doch sind alle unterschiedlich. Sie sind verbunden durch den mal breiteren, mal engeren Fluss, in dessen ruhigem Gewässer sich Bäume spiegeln

Die Schleusen - ja, ja, es gibt welche - werden von den riesigen Balken der eisernen Schleusentore bewegt. Das von Termonbarry stammt aus dem Jahr 1845. Die beiden Bohlen wurden vom anderen Ende der Welt per Schiff herbeigeschafft. Diese Schleuse wird elektrisch betrieben, doch, wie uns der Schleusenwärter verriet, erst seit kurzer Zeit. Die meisten, kleineren Schleusen funktionieren noch im Handbetrieb. Erst weiter im Norden auf den Kanalstrecken Ballinamore und Ballyconnell wird automatisch geschleust.

 


Vorherige Seite
Fotos : © JF Macaigne
Fortsetzung der Reise