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Operation „RÄTSEL AUF WASSERWEGEN“: Amandine und François vom Blog „Un sac sur le dos“

Die Weltenbummler Amandine und François vom Blog „Un sac sur le dos“ haben sich zu einer Locaboat-Flussmission der ganz besonderen Art auf den Weg gemacht: Eine Woche lang haben sie den Canal du Midi an Bord eines Hausboots vom Typ Flying Bridge befahren, ohne die Etappen zu kennen, indem sie sich von unseren Hinweisen leiten ließen (einführungsartikel ansehen). Ein Rätsel auf dem Wasser, das unsere beiden Gäste begeistert hat. Festgemacht mitten in der Natur, haben sie uns von ihrem Erlebnis berichtet.

Was wusstet ihr vor der Abfahrt über die Reise?

Amandine: Es war ein Geheimnis. Wir kannten den Ausgangspunkt und wussten, dass sich die Strecke im Laufe der von uns zu lösenden Rätseln erschließen würde. Der einzige Hinweis, den wir hatten, war der Name des ersten Abfahrtshafens. Wir wussten, dass wir auf den Tunnel von Malpas zusteuern würden, aber das war alles.

Weshalb habt ihr diese Mission angenommen?

François: Weil wir Rätsel lieben und den Canal du Midi noch nicht kannten. Amandine: Mehrere Freunde haben uns von Flussfahrten erzählt und viel Gutes über diese Art von Erlebnis gesagt. Wir waren neugierig, es selbst auszuprobieren.

Wie war es, das Hausboot zum ersten Mal selbst zu steuern?

François: Am Anfang waren wir ein bisschen gestresst, denn das Boot war größer, als wir es uns vorgestellt hatten, aber wenn man einmal drin ist, ist es recht einfach. Amandine: Wir haben die erste Testfahrt mit Thierry, dem Chef des Abfahrtshafens gemacht, was uns wirklich entspannt hat. Es genügt, an schwierigen Stellen langsam zu fahren, danach kann man alles machen. Zu Beginn hat uns Thierry aufgefordert zu üben, indem wir eine Kehrtwendung auf dem Kanal machen sollten. Wir haben gesagt: „Das schaffen wir nie“, aber tatsächlich ist es ganz einfach.

Wie ist die erste Schleusendurchfahrt verlaufen?

Amandine: Der Schleusenwärter war super nett. Ich bin zu ihm gegangen und habe ihm gesagt, dass dies unser erstes Mal sei und er hat uns geholfen. Die Leute sind wirklich nett.

Die Strecke war von uns vorgegeben, aber seid ihr auch ein paar Mal vom Kurs abgewichen?

François: Ja, wir haben an mehreren Stellen angehalten, wenn wir Hunger hatten, und an einigen Brückendurchfahrten, die uns gefallen haben. Amandine: Ja, es gibt eine Brücke, die wir dreimal passiert haben, weil François mehr Fotos machen wollte. Ansonsten hat uns Somail sehr gefallen. Wir haben in einem tollen Restaurant, „L’Ô à la bouche“, gegessen, um unseren Hochzeitstag zu feiern. Wir sind auch Fahrrad gefahren.

Was macht man auf einem Boot, außer zu navigieren?

Amandine: Man verbringt die Hälfte der Zeit damit, alle zu grüßen, denn jeder grüßt hier. Man liest, schreibt, das ist wirklich erholsam, denn der Rahmen ist hierfür sehr angenehm. Und es ist auch schön, sich einfach hinzusetzen und die Vögel singen zu hören. François: Das stimmt, es gibt Augenblicke, wenn man wirklich mitten in der Natur ist. Man hat einen ganz anderen Blick auf das Land. Man ist höher und kann dadurch sehen, was sich jenseits der Böschung abspielt, Weinberge oder Hügel in der Ferne. Die Leute beobachten einen vom Ufer aus, das ist ziemlich lustig.

Genießt man es, sich beim Reisen Zeit zu nehmen?

Amandine: Ja, und für uns ist das auch sehr wichtig. Zurzeit gibt es einen Slow-Travel-Trend, über den wir viel auf unserer Website sprechen. François: Wir bevorzugen Qualität statt Quantität. Wir sehen lieber weniger, dafür aber gründlich.

Ist es angenehm, mit der eigenen Unterkunft zu reisen?

Amandine: Ja, wir haben alles bei uns und das bedeutet, dass man es im Alltag wirklich bequem hat. Man hat eher das Gefühl, dass sich die Landschaften bewegen, nicht man selbst. François: Man muss keinen Koffer herumschleppen und jeden Tag das Hotel oder die Unterkunft wechseln. Man legt alles in die Schubfächer und muss sich dann nicht mehr um sein Gepäck kümmern. Das ist erholsam.

Wer von euch war der beste Steuermann?

Amandine: François hat praktisch die ganze Zeit gesteuert. Man kann ihn vom Ruder nicht wegbewegen. Egal, ob Lenkrad oder Ruder, er kann stundenlang dahinter bleiben und niemand sonst kann es anfassen.

Wie würdet ihr eure Erfahrung mit Locaboat in einem Satz zusammenfassen?

François: Die Pénichette® ist eine wirklich gute Bootsgröße. Man ist im Freien und fährt in dem Rhythmus, der einem gefällt, und wenn man halten möchte, hält man. Amandine: Ja, es ist eine Form des Reisens im Sinne von Slow Travel, des langsamen Tourismus, und der Begegnungen.

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